In den Jahren 1892-93 wurde in Klagenfurt durch einen regen Ausbau der Wasserversorgung die Möglichkeit geschaffen, Wasser zu verkaufen. Im Zuge dessen wurden erstmals private Anschlüsse genehmigt. Nach der Jahrhundertwende wurde Straßenzug um Straßenzug an die Wasserleitung angeschlossen. Dieser Umstand erforderte eine neuerliche Erweiterung der Wassergewinnung. 1909 beschloss der Landtag eine Wasserleitungsordnung, welche eine Verpflichtung zum Anschluss an das städtische Rohrnetz vorsah.
Um den weiteren Ausbau finanzieren zu können, musste die Stadt die Mittel am Kapitalmarkt besorgen.
1930 wurde mit dem Bau des Wasserwerkes Straschitz begonnen. 1932 lieferte das neue Wasserwerk 970.000 m³, das Rohrleitungssystem hatte die vorläufige Rekordlänge von 40 km mit 1389 Hausanschlüssen erreicht. 1937-38 wurde eine zweite Hauptrohrleitung gebaut; 1939 stieg durch die Einverleibung von Umfeld-Gemeinden die Zahl der Wasserkunden sprunghaft an. 1942 errichteten die Stadtwerke Klagenfurt 6 neue Schachtbrunnen. Anschließend verursachten die Bomben im 2. Weltkrieg gigantische Wasserverluste. Zuletzt gelang es mit Hilfe der Wasserwerke Graz und Villach, das Netz in Klagenfurt wieder herzustellen. Es dauerte allerdings bis zum Jahr 1949, bis auch die letzten Bombenschäden restlos beseitigt waren.
1953 ging im Zwirnawald ein vierter Brunnen in Betrieb. Im selben Jahr wurde mit 6,7 km Rohrleitung die bis dato längste Etappe errichtet. Das Netz umfasste somit 97 km.
Zwischen 1957 und 1960 wurde ein weiteres Wasserwerk, Straschitz II, errichtet. Weiters wurden 4 Zubringerleitungen in die Stadt gebaut und ein 4 ha großes Wasserschutzgebiet geschaffen. In den Jahren 1965-66 folgten zwei weitere Brunnen.
Der Ausbau der Wasserversorgung ging rasch voran. Mitte der 70-er Jahre bestand das Wasserwerk-Nord aus elf Brunnen. Dieses Werk wurde 1992-1998 umfassend renoviert. Für die zukünftige Sicherstellung der Wasserversorgung gilt das Grundwasser im Osten der Stadt. 1987 wurde der Wasserverband Klagenfurt – St. Veit/Glan gegründet. Auch das Wasserwerk in den Karawanken ist zur Sicherung der Versorgung auf der Suche nach neuen Wasservorräten. Grundstücke und Quellen sind auch hier bereits angekauft worden. Alle geplanten Wassergewinnungsanlagen befinden sich in ausgewiesenen Schutz- und Schongebieten.













