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12. Lyrikpreis geht an Arnulf Ploder

Feierliche Übergabe im ORF-Theater. Bachmanngymnasium feierte mit. Neues Markenzeichen für den Literaturbewerb.

29. November 2019

„Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken!“ – nach diesem Motto des englischen Dichters Samuel Johnson scheint der Klagenfurter Wortakrobat und Schriftsteller
Mag. Arnulf Ploder (Jahrgang 1955) seine Werke auszurichten. Für seine besonderen „Sprachschwingungen“ wurde der „frisch“ pensionierte Gymnasiallehrer im Klagenfurter ORF-Theater mit dem „12. Kärntner Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt“ ausgezeichnet. Die beiden Stadtwerke-Vorstände Dipl.-Ing. Erwin Smole und Mag. Harald Tschurnig überreichten dem gebürtigen Grazer 4.000 Euro, eine von der Ferlacher HTL angefertigte Siegestrophäe und eine Urkunde. Mit seinen eindrucksvollen lyrischen Ausdrucksformen erhielt der schreibende Pädagoge bereits den Ernst-Willner-Preis, den Literaturförderungspreis des Landes und ein Rom-Stipendium des Unterrichtsministeriums. Beim „Kärntner Lyrikpreis“ konnte Ploder in der Vergangenheit bereits mehrfach punkten, diesmal ging der Germanist als Sieger hervor. Zu seinen Bühnenwerken zählen „Hinter tausend Stäben“ und „Gegenliebe“.
Auf dem zweiten Platz (1.500 Euro) „landete“ Mag. Dominik Srienc. Der Autor, Übersetzer und Literaturwissenschaftler am Musil-Institut/Kärntner Literaturarchiv schreibt Lyrik und Theaterstücke in slowenischer und deutscher Sprache. Zuletzt erschien der Gedichtband „Tu je konec. Hier ist Schluss“.
Den dritten Rang (800 Euro) erreichte Mag. Stefan Feinig aus Seutschach bei Feistritz im Rosental. Feinig, freier Journalist, Übersetzer und wissenschaftlicher Lektor, veröffentliche 2015 seinen ersten philosophischen Erzählband „Banalitäten des Wahnsinns“ und 2016 den ersten Anti-Kriminalroman „Das wilde Schaf“.
PSG-Geschäftsführer Andreas Waldher überreichte der Klagenfurterin Eva Possnig den Preis der PosterServiceGmbH (PSG, 500 Euro) und wies auf die Bedeutung des Plakates im hektischen Medienzeitalter hin.
Den Preis der Kraftwerkserrichtungs- und BetriebsGmbH (KEG, 500 Euro) konnte Christine Tidl, Religionslehrerin i. R. aus Seeboden, „erschreiben“. KEG-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Heinz Koch übergab diese Auszeichnung.

Den „Sternenpreis“ des Planetariums (500 Euro) gewann Mag. Susanne Axmann aus St. Donat. Die sechs Erstplatzierten lasen aus ihren Werken.
Anerkennungspreise (Plätze sieben bis 12): Mag. Dr. Hildegard Zuschin, Mag. Josef Zore, Mathias Kropfitsch, Barbara Engel, Verne Schumanski und Arnold Funk.
Im Rahmen dieses bedeutenden Kulturevents wurden auf Jurybeschluss für „besonderes literarisches Engagement in Kärnten“ der zweisprachige Wortakrobat und Lyriker Dr. Jani Oswald mit dem Preis des Landes (3.000 Euro) und die Arnoldsteiner Uni-Lehrende
Dr. Miriam H. Auer mit dem Preis der Stadt Klagenfurt (1.500 Euro) ausgezeichnet. In Vertretung von Landeshauptmann Dr. Kaiser übergab 2. Landtagspräsident Jakob Strauß den Ehrenpreis an Oswald. Der Landespolitiker wünschte sich schmunzelnd „mehr Lyrik in den Landtagsdebatten“. Miriam Auer ist in der Schriftsteller-Szene ebenfalls keine Unbekannte – sie kann bereits auf eine Reihe von renommierten Preisen verweisen.
ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard begrüßte als Chefin des Hauses die wichtige Initiative der Stadtwerke für die Lyrik und verwies auf den „großen Bruder des Bewerbs“ – auf den Bachmannpreis, der jährlich ebenfalls im ORF-Theater über die Bühne geht. STW-Vorstand Dipl.-Ing. Erwin Smole bezeichnete „Poesie“ als „Malerei mit Worten“ und freute sich über die Tatsache, dass sich seit Beginn des „Kärntner Lyrikpreises“ stets 170 bis 280 Dichter der deutschen oder slowenischen Sprache beteiligen würden.
STW-Vorstand Mag. Harald Tschurnig: „Die Stadtwerke fördern wichtige Teile des gesellschaftlichen Lebens – in sozialen, sportlichen und kulturellen Bereichen. Der Lyrikpreis gehört unbedingt dazu!“
Heuer präsentierte sich der „12. Kärntner Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt“ mit zwei Neuheiten: Ein Werk des slowenischen Dichters und Malers Gustav Januš gilt ab sofort als neues Erkennungszeichen dieser Literaturveranstaltung. Und die Jugend wurde mit einem Poetry-Slam-Bewerb mit Poetry-Expertin Carmen Kassekert stärker eingebunden. Für heuer wurde die 5b-Klasse des Klagenfurter Bachmanngymnasiums mit Professorin Mag. Birgit Simoner für diese Art der Lyrik ausgezeichnet. Die Professorin und acht Schüler der Klasse erhielten vom Klagenfurter Schulreferenten Stadtrat Mag. Franz Petritz – den Ideengeber für diese Aktion – eine Siegestrophäe und 300 Euro für die Schulkasse. Auch Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair gratulierte.
Juryvorsitzender Dr. Günter Schmidauer, selbst Präsident des PEN-Clubs Kärnten, analysierte in seiner Rede die Bedeutung der Lyrik für die Literatur. Er sprach von einem „Ausbruch der verschiedenartigsten Gefühle, die die Autoren auf ihre Weise höchst unterschiedlich einfangen“ würden. Moderator und STW-Unternehmenssprecher
Dr. Harald Raffer verwies auf die Tatsache, dass der Kärntner Schriftsteller Peter Handke heuer den Literaturnobelpreis in Anfang nehmen könne. Es wurden auch heuer wieder Preise in der Höhe von über 12.000 Euro vergeben. Die kunstvollen Trophäen fertigten Schüler der HTL Ferlach an.

Die Jury: Vorsitzender Günter Schmidauer, Ilse Gerhardt, Katharina Herzmansky, Richard Götz, Josef Winkler und Harald Raffer. Die Jury hat seit Beginn dieses Preises im Jahre 2008 über 3.000 Autoren und über 11.000 Gedichte bewertet. Unter den Gästen: Superintendent Mag. Manfred Sauer, Stadtrat Mag. Franz Petritz, 2. Landtagspräsident Bürgermeister Jakob Strauß, Kulturamtsleiterin MMag. Manuela Tertschnig, Oberst Duller (in Vertretung des Militärkommandanten), Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair, Alexander Heber (Vize-Landessprecher der Grünen), Dr. Alfred Wurzer (GKK-Direktor i.R.) sowie die Gemeinderäte Mag. Lemmerhofer und Schmid-Tarmann.
Die Feier wurde vom Klagenfurter Eboardmuseums-Leiter Gert Prix musikalisch umrahmt.

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