Allgemein

Smart Meter sind digitale Messgeräte zur Erfassung des Stromverbrauches. Die Verbrauchswerte werden dabei fernübertragen bzw. zeitlich begrenzt am Gerät gespeichert und an den Netzbetreiber verschlüsselt digital übermittelt. Gegenüber den derzeit verwendeten Messgeräten verfügen Smart Meter über eine Reihe neuer Funktionen, welche für die Kunden und die Netzbetreiber Vorteile bringen. So müssen Sie den Zählerstand nicht mehr selbst ablesen oder einen Ablesetermin wahrnehmen - Alles geschieht automatisch und digital.

Im Vergleich zum rein analogen Ferraris-Zähler besitzt der Smart Meter keinerlei mechanische Teile mehr, sondern funktioniert vollelektronisch.

Da Smart Metering (Intelligente Messdatenerfassung) die Möglichkeit bietet, jederzeit oder in sehr kurzen Zeitfenstern Zählerstände automatisch abzurufen, kann eine rechnerische Abgrenzung der Zählerstände bei Neuanmeldung oder Tarifwechsel vermieden werden. Wechselte z.B. der Kunde vor Smart Metering seinen Stromlieferanten oder wurde von einem Energieunternehmen der Tarif geändert, so kam es häufig zur so genannten rechnerischen Abgrenzung der Zählerstände zum Stichtag.

2009 wurde auf EU-Ebene die Rahmenbedingung zur Einführung intelligenter Messgeräte geschaffen, um die Erreichung der klima- und energiepolitischen Zielsetzungen zu erfüllen.
Im 3. EU-Binnenmarktpaket ist festgelegt, dass bis 2020 mindestens 80% aller Kundenanlagen mit Smart Meter ausgestattet sein müssen. In Österreich wurde die Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO) beschlossen, wonach bis Ende 2017 mindestens 70% sowie bis Ende 2019 zumindest 95% der an das Netz jedes Netzbetreibers angeschlossenen Zählpunkte als intelligente Messgeräte auszustatten sind.

Der Energieverbrauch muss derzeit mithilfe der Differenz des Zählerstandes errechnet werden. Anhand von Smart Metering können Kunden den Verbrauch auch über ein Internetportal feststellen (im STW Kundenportal). Mit dieser detaillierteren Messung lassen sich Einspar- und Effizienzpotenziale beim Energieverbrauch leichter und schneller bestimmen. Smart Metering hilft somit Energie und Geld zu sparen.

Der elektromechanische Stromzähler, der so genannte Ferraris-Zähler, ist kein intelligentes Messgerät und auch kein digitaler Standardzähler im Sinne der rechtlichen Bedingungen. Vorausschauend baut die Energie Klagenfurt schon seit Längerem im Zuge des Zählerwechsels nur mehr neue elektronische Stromzähler ein, welche die Anforderungen der Intelligenten Messgeräte prinzipiell erfüllen. Bevor diese an das Kommunikationsnetz für den digitalen Datenaustausch zum Netzbetreiber angeschlossen werden – und die Geräte somit die Funktion eines Smart Meters erhalten – werden Sie von der Energie Klagenfurt schriftlich über die Aktivierung informiert.

Zu den Bedienungsanleitungen der verschiedenen Geräte gelangen Sie hier.

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