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Schilfschutzmaßnahmen (C) Glatz-Jorde E.C.O.

Mehr Schutz für das Schilf in der Ostbucht

Stadtwerke Klagenfurt fördern Schilfschutz am Wörthersee

15. Oktober 2026

Klagenfurt am Wörthersee, 13. Oktober 2026 – Im Europaschutzgebiet Lendspitz–Maiernigg gab es vor dem Herbst wieder einiges zu tun. Im Rahmen des Projekts „City meets Nature“, das die Betreuung des Schutzgebiets unterstützt, leisten auch die Stadtwerke Klagenfurt einen wichtigen Beitrag zu den Maßnahmen am Lendspitz. So konnten wertvolle Lebensräume gepflegt und geschützt werden. Gleichzeitig wurden Besucher:innen darüber informiert, wie sie selbst mit einfachen Verhaltensweisen zum Schutz der Natur beitragen können.

Ein besonderer Schwerpunkt lag 2026 auf dem Schutz der Uferzone. Schilf ist weit mehr als nur „Grün am Ufer“: Es bietet vielen Wasservögeln, Insekten, Fischen, Amphibien und anderen Tieren Nahrung, Schutz und Brutplätze. Gleichzeitig schützt es das Ufer vor Erosion und bremst die Kraft der Wellen.

Durch mechanische Belastung – wie Wellen, anfahren oder betreten kann das junge Schilf geschädigt werden. Zum besseren Schutz des Schilfgürtels wurden im August 2026 weitere 30 Laufmeter Weidenfaschinen eingebaut. Diese haben sich in den letzten Jahren bewährt: Die kostengünstige und ökologische Maßnahme dient als Wellenschutz, Abstandshalter für Boote und gleichzeitig Unterschlupf für Fische und andere Wasserlebewesen. Im Bereich hinter diesen Weidenbündeln können sich Wasserpflanzen und Schilfröhricht wieder ungehindert ausbreiten. An der Umsetzung beteiligt waren die Berufsfeuerwehr Klagenfurt sowie Mitarbeiter des Baumpflegetrupps der Klade Group.

Auch die Besucherinformation spielte eine wichtige Rolle. Rangerin Fabiola Strecker war in August in den drei STW-Strandbädern unterwegs und informierte darüber, wie einfach jeder und jede zum Schutz der Natur beitragen kann. Die Initiative „Fair am See“ zeigt zum Beispiel, dass schon ein wenig Abstand viel bewirken kann: Mit SUPs und anderen Wasserfahrzeugen sollten Schilfbestände und Seerosenfelder in einem Abstand von mindestens 20 Metern umfahren werden.

An Land war die Neophytenbekämpfung ein Schwerpunkt im Sommer 2026. An den Wiesen- und Waldrändern wurden unmittelbar nach der Blüte Springkraut und Goldrute gemäht und so an der weiteren Ausbreitung verhindert.

So tragen viele kleine Maßnahmen dazu bei, dass Lendspitz–Maiernigg ein wertvoller Lebensraum für Zwergdommel, Rohrspatz und Blesshuhn bleibt – und zugleich ein besonderer Ort, den Menschen weiterhin genießen können.

 

 

 

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