Startseite Ergebnisse der jüngsten KMG-Kundenbefragung

Ergebnisse der jüngsten KMG-Kundenbefragung

Fazit: Häufigere Busverbindungen, mehr Haltestellen und multimodale Angebote erwünscht

27. Juli 2026

Klagenfurt, 27. Juli 2026 – Wie nutzen die Menschen den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt? Wo sehen sie Verbesserungsbedarf? Antworten auf diese Fragen liefert die neue KMG-Kundenbefragung, die im Frühjahr 2026 von der Universität Klagenfurt im Auftrag der Klagenfurt Mobil GmbH (KMG) und der Landeshauptstadt Klagenfurt im Rahmen des FFG-geförderten Projekts „Share4U“ durchgeführt wurde. Ziel der Befragung war es, die Bedürfnisse der Fahrgäste und konkrete Verbesserungsvorschläge zu erheben. Diese dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung und Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs in Klagenfurt.

 Großes Interesse an der Weiterentwicklung des Nahverkehrs

Die Teilnahme an der Befragung erfolgte entweder online über einen QR-Code oder persönlich durch Studierende in den KMG-Bussen sowie an Haltestellen. Von den mehr als 1.500 Teilnehmer:innen wurden nach einer Qualitätsprüfung rund 1.200 vollständig und ernsthaft ausgefüllte Fragebögen ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass der Stadtbus für viele Menschen ein fester Bestandteil ihres Alltags ist: Die Mehrheit der Befragten nutzt das Angebot täglich oder mehrmals pro Woche. Besonders intensiv werden die KMG-Busse von Personen unter 18 Jahren genutzt. Das Ticketverhalten zeigt zudem eine hohe Akzeptanz bestehender Angebote: Am häufigsten werden das 60-Minuten-Ticket, das Kärnten Ticket sowie das KlimaTicket Österreich verwendet. Der Ticketkauf erfolgt überwiegend über die KlagenfurtMobil 2.0-App und direkt im KMG-Bus.

 Klare Prioritäten bei Verbesserungswünschen

Wenn es um Fahrgastinformationen geht, wünschen sich die Kund:innen vor allem zuverlässige Echtzeitinformationen zu Verspätungen oder Ausfällen. Bevorzugte Informationskanäle sind dabei digitale Anzeigetafeln an den Haltestellen sowie die KlagenfurtMobil 2.0-App. Gleichzeitig zeigen die Rückmeldungen, dass die Benutzerfreundlichkeit der App weiter verbessert werden soll.

Neben den standardisierten Fragen konnten die Teilnehmer:innen auch offene Verbesserungsvorschläge einbringen. Dabei zeichnen sich klare Schwerpunkte ab: dichtere Taktung der Busse, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden und Feiertagen; zusätzliche Haltestellen, vor allem in der Innenstadt, in Viktring sowie bei Freizeit- und Ausflugszielen; bessere Kapazitätsplanung durch größere Busse zu Stoßzeiten sowie attraktivere Angebote für Nextbike und Avant2Go mit günstigeren Preisen und zusätzlichen Standorten.

Bürgermeister Christian Scheider: „„Es ist wichtig, die Meinung der Kundinnen und Kunden einzuholen, um so laufend Verbesserungen und Weiterentwicklungen beim öffentlichen Verkehr durchführen zu können. Bereits in der Vergangenheit wurden hier essenzielle Maßnahmen gesetzt. Es freut mich, dass die aktuelle Befragung wieder so gut angenommen wurde.“

Stadträtin Sandra Wassermann: „Dass sich über 1.500 Fahrgäste an der Befragung beteiligt haben, zeigt mir, wie sehr den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern ein attraktiver öffentlicher Verkehr am Herzen liegt. Unser Ziel ist es, ein umfangreiches Mobilitätsangebot zu schaffen. Auch die Fahrgäste der Koralmbahn nehmen Nextbike, E-Carsharing und den 10-Minuten-Takt bereits gut an. Die Studie gibt der Stadtregierung einen klaren Auftrag, die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und zügig umzusetzen.“

Hansjörg Schusser, KMG-Geschäftsführer: „Gemeinsam mit der Universität Klagenfurt haben wir mit der Umfrage eine wissenschaftlich fundierte Datenbasis zu den Bedürfnissen unserer Fahrgäste geschaffen. Diese zeigt uns, wo wir mit unseren Verbesserungsmaßnahmen gezielt ansetzen müssen – so haben wir heuer bereits mit der Sanierung mehrerer Haltestellen begonnen und treiben diese Aufwertung laufend weiter voran. Unser besonderer Dank gilt dem Forschungsteam und den Studierenden der Universität Klagenfurt für die Durchführung der Umfrage sowie allen Teilnehmenden für ihr Feedback. Schritt für Schritt arbeiten wir daran, weitere Verbesserungen im KMG-Liniennetz umzusetzen.“

Felicia Winter, Universität Klagenfurt: „Praxisorientierte Lehre – wie im Seminar ‚Angewandte Motivationsforschung zu nachhaltiger Mobilität‘ unter der Leitung von Prof. Helen Landmann und in Zusammenarbeit mit der KMG – vermittelt den Studierenden, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete lokale Lösungen übersetzen lassen. Es ist sehr erfreulich, dass die Kund:innen der KMG so zahlreich an der Befragung teilgenommen haben. Das lässt auf eine hohe Motivation schließen, den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt aktiv mitzugestalten.“

Bildtext: Setzen gemeinsam auf die Kundenumfrage zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs in Klagenfurt (v.l.n.r.): Markus Letter (Projektleiter Stadt Klagenfurt), Bürgermeister Christian Scheider, Felicia Winter (Projektleiterin AAU), Tamara Jurkowitz (Projektleiterin KMG), Stadträtin Sandra Wassermann und Hansjörg Schusser (Geschäftsführer KMG). © Helge Bauer

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Onlim Chatbot. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen '
'