„Bestes Heilmittel gegen die nüchterne Unrast jeder Zeit“
Die Stadtwerke Klagenfurt schreiben heuer zum 19. Mal den Kärntner Lyrikpreis aus. Einsendeschluss: 19. Oktober. Preisverleihung: 5. November. Insgesamt werden über 15.000 Euro vergeben. Die Prämie der Kulturabteilung der Stadt Klagenfurt und für die slowenischen Autoren wurde verdoppelt.
„Edle Lyrik ist das beste Heilmittel gegen die nüchterne Unrast jeder Zeit“, schrieb Rainer Maria Rilke. Die Stadtwerke Klagenfurt suchen heuer wieder „edle Lyrik“, damit Freund:innen der Poesie auch in unserer schnelllebigen Zeit durch berührende Botschaften kurz innehalten können. STW-Vorstand Dipl.-Ing. Erwin Smole eröffnete heute, Donnerstag, im Klagenfurter Hotel „Sandwirth“ den Bewerbungsreigen für den 19. Kärntner Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt – für deutsche und slowenische Autoren. Ab sofort können talentierte Zeilentänzer ihre feinfühligen Wortkonstruktionen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Dabei winken Preisgelder in der Höhe von über 15.000 Euro. Der Kärntner Lyrikpreis ist aus dem österreichischen Kulturgeschehen längst nicht mehr wegzudenken und gilt bereits als zweitgrößter Literaturwettbewerb in unserem Bundesland.


Jährlich nehmen bis zu 200 Wortartisten der deutschen oder slowenischen Sprache an diesem Wettbewerb der Reime und Verse teil. „Die Autorinnen und Autoren beweisen damit, dass die Gattung Lyrik in Kärnten einen wichtigen Stellenwert besitzt“, stellte STW-Vorstand Dipl.-Ing. Erwin Smole fest. Er erinnerte daran, dass diese bemerkenswerte Literaturveranstaltung seit dem Jahre 2008 in ununterbrochener Reihenfolge abgehalten wird und als Talenteschmiede gilt. Der Klagenfurter Kulturstadtrat Mag. Franz Petritz unterstich die Bedeutung eines erfolgreichen Poesiewettbewerbes, bei dem die Schreiberinnen und Schreiber die Welt buchstäblich in Worte gießen würden. Da es kein vorgegebenes Thema gibt, umfassen die eingereichten Werke die verschiedensten Bereiche – ungestillte Sehnsüchte, menschliche Abgründe, die große Liebe, unerfüllte Hoffnungen, malerische Landschaften, blutige Kriege bis hin zum Tod. PEN-Club-Austria-Vorstandsmitglied und Juryvorsitzender Dr. Günter Schmidauer ging diesmal auf die Problematik der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) und das Verfassen von KI-generierten Texten ein. So kenne die KI weder Nachdenken noch Zweifel oder ziellose Tragträume bzw. Visionen. Schmidauer dankte den Stadtwerken für die jährliche Auslobung dieses wichtigen Literaturfestes, das die Gattung „Lyrik“ in den Mittelpunkt stellt und auf diese vorbildliche Weise fördert.
Mag. Julija Schellander-Obid vom Slowenischen Kulturverband wartete mit einer erfreulichen Nachricht auf: Künftig beteiligt sich neben dem Kulturverband auch der Zentralverband slowenischer Organisationen beim Preis für slowenische bzw. zweisprachige Einreichungen. Die Prämie wurde deshalb von 500 auf 1000 Euro erhöht, also verdoppelt! Lyrikpreis-Initiator und Autor Prof. Dr. Harald Raffer: „Der Lyrikpreis fand schon mehrmals große Anerkennung, etwa durch mehrmalige Auszeichnungen mit einem Maecenas. Wir freuen uns auf die Einsendungen und die großartigen Formulierungen der Poet:innen.“ Das Logo für die Veranstaltungsreihe wurde vom slowenischen Künstler Gustav Janus entworfen.
Die Preisgelder im Überblick
Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, der zweite Preis mit 1.500 Euro, der dritte Preis mit 800 Euro. Diese Sieger erhalten auch eine Glastrophäe der HTL Ferlach. Der Preis des Slowenischen Kulturverbandes und des Zentralverbandes slowenischer Organisationen beträgt heuer 1.000 Euro. Zudem winken drei 500-Euro-Gewinne durch die PSG Poster Service GmbH, die KEG Kraftwerkserrichtungs- und Betriebsgesellschaft und den PEN-Club Austria. Das Land Kärnten (Kulturabteilung) vergibt nach Jurybeschluss einen Sonderpreis in der Höhe von 3.000 Euro für ein Lebenswerk, die Kulturabteilung der Landeshauptstadt Klagenfurt heuer erstmals ebenfalls auch einen Geldpreis in der Höhe von 3.000 Euro (für ein Lebenswerk). Heuer gibt es bereits zum fünften Mal eine Prämie für slowenische Dichtkunst. Zudem werden noch fünf Ehrenpreise an wortgewandte Schreiber:innen vergeben.
EINSENDESCHLUSS: 19. Oktober 2026 (Datum des Poststempels)
Die Jury: Vorsitzender Dr. Günter Schmidauer, Schriftsteller Dr. h. c. Josef Winkler, Journalistin Ilse Gerhardt, Kulturexpertin Mag. Katharina Herzmansky, Lyrikerin und Bibliothekarin Mag. Cvetka Lipus sowie Autor Prof. Dr. Harald Raffer (ohne Stimmrecht).
Ausschreibebedingungen: Erwartet werden bei freier Themenwahl Gedichte und lyrische Beiträge, auch abstrahierende Elaborate oder politische zeitkritische Kommentare in „gebundener“ Sprache. Die Mundart bleibt weiterhin ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind Kärntner Lyriker;innen sowie in anderen Bundesländern oder im Ausland lebende Kärntner:innen (Texte in deutscher und/oder slowenischer Sprache). Einreichungen mit bis zu vier unveröffentlichten Gedichten in 8-facher Ausfertigung. Da das Auswahlverfahren anonymisiert erfolgt, soll auf den Texten kein Autorenname aufscheinen. Stattdessen sollte der Name mit einer kurzen Biografie und Tel. Nr. (und Mailadresse!) gesondert angegeben werden.
STW Vorstand Dipl. Ing Erwin Smole, Jury-Vorsitzender Dr. Günter Schmidauer, Jurymitglied Ilse Gerhardt, Lyrikpreis-Initiator Dr. Harald Raffer, Kulturstadtrat Mag. Franz Petritz, Klagenfurts Kulturamtsleiter Mag. Alexander Gerdanovits (v.l.)
Einsendungen gehen an:
Stadtwerke Klagenfurt, St. Veiter Straße 31, 9020 Klagenfurt am Wörthersee,
Abteilung PR/Marketing, Stichwort am Kuvert: Kärntner Lyrikpreis
oder via mail mit dem Betreff Lyrikpreis an marketing@stw.at
Die feierliche Übergabe des Kärntner Lyrikpreises 2026 erfolgt heuer am 5. November (Donnerstag) um 18 Uhr im Klagenfurter Stadthaus. Siegreiche Autor:innen lesen aus ihren Werken. Kulturliebhaber:innen sind zu dieser Kultur-Gala (mit Musik und Buffet) herzlich eingeladen, der Eintritt frei.

