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Kärntner Lyrikpreis

Slowenische Poetin konnte Jury „voll überzeugen“

31. Oktober 2026

Schreiben ist Teil ihres Lebens: Vera Wutti-Incko erhält den Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt. Insgesamt werden bei der Vergabe des 19. Kärntner Lyrikpreises über 15.000 Euro an Preisgeldern vergeben. Die Literatur-Gala findet am 5. November im Stadthaus Klagenfurt – interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

 Vor drei Jahren schaffte sie es auf den beachtlichen dritten Platz, heuer steht die pensionierte AHS-Lehrerin und vierfache Großmutter ganz oben auf dem „Siegerpodest“: Mag. Dr. Vera Wutti-Incko aus Ferlach. Die Pädagogin, Jahrgang 1959, gewinnt den 19. Kärntner Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt! Für die leidenschaftliche Poetin, die sich intensiv mit Friedenspädagogik und Demokratiebildung beschäftigt, ist das Schreiben lyrischer Texte in deutscher und slowenischer Sprache Teil ihres Lebens. Als Jurymitglied Josef Winkler Vera Wutti-Incko telefonisch zu ihrem Erfolg gratulierte, konnte sie das zunächst gar nicht fassen: „Mein Gott! Das ist doch unglaublich! Ich freue mich sehr!“ Die stolze Preisträgerin bringt demnächst einen zweisprachigen Lyrikband heraus. Wutti-Incko, die schon zwei Anerkennungsurkunden erhielt und 2025 den Preis des Slowenischen Kulturverbandes für sich entscheiden konnte, unterrichtete in ihrer aktiven Zeit als AHS-Lehrerin am Slowenischen Gymnasium in Klagenfurt. Die Mediatorin siegte auch beim Bleiburger Literaturwettbewerb (Sparte Lyrik). Die Ferlacher Poetin erhält bei der offiziellen Preisverleihung am Donnerstag, 5. November, 5000 Euro, eine von der HTL Ferlach angefertigte „Goldfeder“ und eine Urkunde.

Der zweite Platz mit einer 1500-Euro-Prämie geht an die Juristin Mag. Dr. Anna Wöllik (Jahrgang 1978). Die Klagenfurter Spitzenbeamtin bezeichnet sich selbst als „heimlich Schreibende“. Mit der „Silbermedaille“ tritt die Dichterin jetzt ans Licht der Öffentlichkeit.

Auf Platz drei (800 Euro) „landet“ der in Wien lebende und in Klagenfurt geborene Lebens- und Sozialberater Valentin Veratschnig, Jahrgang 1961. Der passionierte Konzertgeher, bereits einmal mit einem Würdigungspreis geehrt, erhielt 1985 den Lyrikpreis des PEN-Club Liechtenstein für junge Talente und eine Auszeichnung beim Feldbacher Literaturwettbewerb.

Über den mit 1000 Euro dotierten Preis des Slowenischen Kulturverbandes und des Zentralverbandes slowenischer Organisationen kann sich die 30-jährige Klagenfurter Violinistin Mag. Špela Hrastnik freuen, die ihr Masterstudium an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik absolviert hat. Sie befasst sich mit den unterschiedlichsten Facetten des Menschseins und veröffentlichte das zweisprachige Musikmärchen „Der Hase, der die Angst gesucht hat“.

Den Preis der PosterServiceGmbH (PSG), 500 Euro, kann die in Kärnten lebende gebürtige Oberösterreicherin Brigitta Huemer in Empfang nehmen. Die Logotherapeutin verfasste mehrere Lyrikbände.

Die Prämie der Kraftwerkerrichtungs- und Betriebsgesellschaft (KEG), 500 Euro gewinnt Verena Schumanski. Die gebürtige Klagenfurterin lebt als Schauspielerin und Englischtrainerin in Wien und schaffte 2024 den zweiten Platz beim Kärntner Lyrikpreis.

Vom PEN-Club Austria winken Helmut Lirzer 500 Euro. Der pensionierte Steindorfer Dipl. Psychologe bezeichnet sich als „eifrigen Schubladenproduzenten lyrischer Eingebungen“.

Würdigungspreise erhalten folgende Klagenfurter: Klaus Oberrauner, Anna Kohlweis, Univ. Prof. Dr. Anne Sophie Meincke, Dagmar Cechak und Michael Kuscher.

Der Preis des Landes Kärnten (Kulturabteilung, 3000 Euro) wurde seitens der Jury der Wernberger Lyrikerin Simone Schönett für ihr bisheriges Schaffen zugesprochen. Für ihr Lebenswerk zeichnete das Fachgremium Sieglind Demus aus Villach mit dem Preis der Kulturabteilung der Landeshauptstadt Klagenfurt (3000 Euro) aus. Die Schriftstellerin, ehemalige Journalistin und Moderatorin wurde 2022 bereits mit dem Hauptpreis des Landes Kärnten (Prosa) geehrt.

Die hochkarätige Jury, die die eingesandten Arbeiten anonym bewertet hat: Vorsitzender Autor und PEN-Club-Vorstandsmitglied Dr. Günter Schmidauer, Literaturexpertin und Bachmannhaus-Leiterin Mag. Katharina Herzmansky, Schriftstellerin Ilse Gerhard (IG Literatur), Lyrikerin und Bibliothekarin Mag. Cvetka Lipuš, Schriftsteller und Büchnerpreis-Träger Dr. h. c. Josef Winkler und Autor Prof. Dr. Harald Raffer (ohne Stimmrecht). Jury-Vorsitzender Schmidauer: „Es war auch heuer nicht leicht, Bewertungen aus über 120 Einsendungen deutscher und slowenischer Poeten vorzunehmen. Die Auswahl der Themen war wieder breit gestreut.“ Lyrikpreis-Initiator Dr. Harald Raffer: „Der 19. Wettbewerb der Worte und Verse dokumentiert weiterhin den Stellenwert der Gattung Lyrik in unserem Land. Es gab unter den eingesandten Gedichten großartige Zeilenzauberer, die diesmal leider keinen Preis bekommen konnten!“

Die feierliche Preisübergabe erfolgt am kommenden Donnerstag (5. November 2026) um 18 Uhr im Klagenfurter Stadthaus. Die STW-Vorstände Dipl. Ing. Erwin Smole und Mag. Harald Tschurnig: „Wir laden alle Interessierten herzlich zu diesem außergewöhnlichen Kultur-Event ein.“ Der Eintritt zur Literatur-Gala ist frei. Der Kärntner Lyrikpreis wurde bereits mehrmals mit dem Maecenas gewürdigt und soll, so Vorstand Smole, auch die slowenische Sprache sicht- und hörbar machen.

 

 

 

 

 

 

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