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Die stillen Lebensretter

13. Februar 2020 2 Min.

Im Falle eines plötzlichen Herzversagens muss schnellstmöglich Erste-Hilfe geleistet werden. Gerade die ersten Minuten sind sehr wichtig. Jede Minute, in der nichts getan wird, senkt die Überlebenschance enorm. Aber viele Menschen wissen in dem Moment oft nicht was sie tun können, denn der letzte Erste-Hilfe-Kurs liegt lange zurück. Die Unsicherheit ist in dieser Krisensituation zu groß.

Eine Defibrillator-Säule leitet in einzelnen Schritten den Laien an, damit dieser schnellstmöglich Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen kann bis die Rettungshelfer eintreffen.

Wir haben Arbeitsmediziner Dr. Rainer Grimschitz und den Fachbereichsleiter Gebäudemanagement Ing. Gerhard Leger Fragen zu den lebensrettenden Säulen gestellt.

Wieso haben die STADTWERKE Klagenfurt Defibrillator-Säulen installieren lassen?
Ing. Gerard Leger: Den STADTWERKEN Klagenfurt liegen die Gesundheit und das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter und auch die aller Mitbürger am Herzen. Daher entschied man sich für die Installation von rund um die Uhr öffentlich zugänglichen Defibrillatoren vor dem Haupteingang der STADTWERKE Klagenfurt in der St. Veiter Straße 31 und dem Kundencenter am Heiligengeistplatz.

Was genau ist ein Defibrillator?
Dr. Rainer Grimschitz: Die Defibrillation ist eine Behandlungsmethode gegen die lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen Kammerflimmern und Kammerflattern, bei der durch starke Stromstöße die normale Herzaktivität wiederhergestellt werden soll. Der Defibrillator ist somit ein wichtiger Bestandteil der Wiederbelebung und hat bereits zahllose Leben gerettet. Und mit den AED ist Leben retten kein Problem mehr.

Was bedeutet „AED“?
Ing. Gerhard Leger: AED heißt „Automated External Defibrillator (dt. „Automatisierter Externer Defibrillator“. Mit der Bezeichnung AED sind Geräte gemeint, die von medizinischen Laien verwendet werden können, um einen elektrischen Impuls an eine Person mit Herzkreislaufstillstand zu übertragen.

Wie funktionieren die Defibrillator-Säulen im Notfall?
Ing. Gerard Leger: Der Defibrillator kann aus der Säule entnommen werden, indem die kleine Glasscheibe zur Verriegelung eingedrückt wird. Sobald das Gerät in die Hand genommen wird, erfolgt eine automatische Verbindung zur Leitstelle der Rettung. Dort wird die Entsendung eines Rettungswagens veranlasst und der Leitstellenmitarbeiter des Roten Kreuzes begleitet den Laienretter bei den lebensrettenden Schritten. Die Anweisungen was zu tun ist, gibt das Gerät selber durch klare Anweisungen. Der Defibrillator kann dabei auch erkennen, ob die Schritte richtig befolgt wurden. Niemand muss also befürchten etwas falsch zu machen. Das einzig Falsche wäre also, nichts zu tun. Sätze wie: „Ich hätte gerne geholfen, aber ich wusste nicht wie“, gehören somit der Vergangenheit an.

Darf ich einen Defibrillator im Notfall auch bei einem Kind verwenden?
Dr. Rainer Grimschitz: Grundsätzlich sind Defibrillatoren für die Verwendung an Erwachsenen ausgelegt. Es gibt jedoch auch einige Modelle, die bereits ab dem ersten Lebensjahr zugelassen sind dazu zählen auch unsere neuen Geräte. Es kommt jedoch – bzw. Gott sei Dank – sehr selten vor, dass ein Kind eine Defibrillation benötigt, da Herzrhythmusstörungen bei Kindern eher selten auftreten. Beim Kind ist jedoch die Anordnung der Elektroden anders als beim Erwachsenen, Kindern klebt man eine Elektrode auf die Brust und eine auf den Rücken, damit das Herz gut vom Strom durchflossen werden kann.

Wie viel Zeit habe ich zu reagieren, wenn jemand kurz vor dem Herztod steht?
Dr. Rainer Grimschitz: Je schneller desto besser. Als Faustregel gilt, dass je verlorener Minute die Überlebenswahrscheinlichkeit um etwa 10 % sinkt. Deshalb ist es wichtig, sofort mit der Wiederbelebung anzufangen und einen Defibrillator zu verwenden, sobald er verfügbar ist. Wir hoffen aber natürlich, dass die Defi-Säulen selten bis nie gebraucht werden, aber im Notfall können sie Menschenleben retten. Die Säulen stehen auch der Bevölkerung 24 Stunden am Tag zur Verfügung.

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